
Manche Geschichten beginnen mit einer Idee. Unsere begann mit einer Berührung. In den Küstentälern Perus, wo die Luft nach warmem Sand und Salz schmeckt, hielten wir zum ersten Mal eine Faser in den Händen, die sich anders anfühlte als alles, was wir kannten. Dieser Moment war der Anfang einer Reise, die uns über die Andenkette nach Kolumbien und schließlich nach Wien führte — und aus der Chirimoya wurde.
Eine Faser, die alles veränderte
Peruanische Pima-Baumwolle wächst dort, wo die Anden auf den Pazifik treffen — in den nördlichen Küstentälern von Piura und Chira, unter einer Sonne, die fast das ganze Jahr scheint. Die Böden sind fruchtbar, die Niederschläge kommen zur richtigen Zeit. Es sind Bedingungen, die sich nicht imitieren lassen, und die eine Faser hervorbringen, die in der Welt der Baumwolle ihresgleichen sucht.
Was peruanische Pima-Baumwolle von gewöhnlicher Baumwolle unterscheidet, spürt man sofort. Ihre Fasern sind extralang — sie erreichen über 35 Millimeter, etwa doppelt so viel wie herkömmliche Baumwolle. Dieses Längenverhältnis erzeugt einen Stoff, der sich seidig anfühlt, einen sanften Glanz besitzt und dabei bemerkenswert langlebig ist. Pilling, das bei kürzeren Fasern früh einsetzt, bleibt bei Pima selbst nach vielen Wäschen aus.
Entscheidend ist auch die Art der Ernte. Peruanische Pima-Baumwolle wird bis heute von Hand gepflückt — ein Verfahren, das die Fasern intakt hält, Verunreinigungen vermeidet und jenes reine Weiß bewahrt, das Farben so tief und gleichmäßig aufnimmt. Es ist ein langsamer Prozess. Ein bewusster. Einer, der die lokalen Gemeinschaften trägt, die seit Generationen mit dieser Faser leben.
Doch Pima allein erzählt nur die Hälfte unserer Materialgeschichte. Ebenso bedeutend ist die Alpakawolle aus den Hochlagen der Anden — eine Naturfaser, die ultra-weich, von Natur aus isolierend und dabei federleicht ist. Wir arbeiten mit Hochlandhirten zusammen, die ihre Herden in den Andengebieten Perus halten und das Wissen über diese Faser über Generationen bewahrt haben. Pima für die Haut, Alpaka für die kälteren Tage — zwei Fasern, eine Herkunft, ein Versprechen.
Das Hochplateau von Ibagué
Nachdem wir in Peru unsere Fasern gefunden hatten, brauchten wir einen Ort, der diese Materialien weiterdenken konnte. Die Suche führte uns die Andenkette hinauf nach Kolumbien, in das Departement Tolima — und zu einer Stadt, die auf den ersten Blick unscheinbar wirkt.
Ibagué liegt auf einem Hochplateau, umgeben von Bergen, mit dem Nevado del Tolima im Rücken. Die Stadt ist seit Jahrhunderten ein Zentrum kolumbianischer Textilkunst — ihre Textilproduktion gehört zu den bedeutendsten des Landes. Hier, auf diesem Plateau, gründeten wir unser Designstudio. Ein kleines, talentiertes Team, das die einzigartigen Eigenschaften von peruanischer Pima-Baumwolle und andinen Textilien weiterentwickelt und in zeitloses Design übersetzt.
Kolumbianische Mode hat eine reiche Tradition, die weit über das hinausgeht, was internationale Laufstege zeigen. In Ibagué verbinden sich andine Handwerkskunst und modernes Design auf eine Weise, die uns von Anfang an fasziniert hat. Unser Team arbeitet mit Techniken, die teilweise auf präkolumbianische Traditionen zurückgehen — und übersetzt sie in Schnitte und Silhouetten, die im heutigen Wien ebenso selbstverständlich wirken wie in Bogotá oder Lima.
Besonders nah geht uns die Arbeit an unserer Natural-Dye-Linie. Die Hemden und T-Shirts dieser Kollektion werden von Kunsthandwerkern aus dem Amazonasgebiet von Hand gefärbt — mit Pigmenten aus Pflanzen, Erden und Rinden, die seit Jahrhunderten genutzt werden. Jedes Stück ist ein Unikat. Jede Farbnuance eine Signatur der Natur. Es ist südamerikanische Mode im tiefsten Sinne: Kleidung, die eine Verbindung herstellt zwischen dem, der sie trägt, und den Händen, die sie geschaffen haben.
Chirimoya — ein Name, der nach Genuss schmeckt
Wir hatten die Faser. Wir hatten das Studio. Was uns noch fehlte, war ein Name — etwas, das unsere Werte und die Orte, die uns inspirieren, in einem einzigen Wort verdichtet.
Die Antwort fand sich auf den Obstkarren, die uns während unserer Reisen durch die Anden begleiteten. Die Chirimoya — eine Frucht, die so unscheinbar aussieht, wie sie beim ersten Bissen überrascht. Mark Twain nannte sie „the most delicious fruit known to men". Eine Frucht, die man probiert haben muss, um sie zu verstehen. Seidig im Mund. Überraschend süß. Unverwechselbar in ihrem Charakter.
Genau so soll sich unsere Kleidung anfühlen. Ein kleiner Luxus, der mit dem ersten Berühren überzeugt. Erfahren Sie mehr über unsere Geschichte.
Wien: Wo Tradition auf Gegenwart trifft
Es gibt wenige Städte, die Vergangenheit und Gegenwart so selbstverständlich in sich vereinen wie Wien. Die kaiserlichen Fassaden am Ring, dahinter die Ateliers junger Designer. Kaffeehauskultur und Clubnächte. Es war diese Gleichzeitigkeit, die uns nach Wien gezogen hat — eine Stadt, die versteht, dass Tradition kein Widerspruch zu Modernität ist. Sondern ihre Grundlage.
Unsere Boutique am Kohlmarkt 10, im ersten Wiener Gemeindebezirk, liegt inmitten dieser Geschichte. Der Kohlmarkt ist einer der ältesten Handelsplätze der Stadt. Hier reiht sich Chirimoya ein in eine Tradition von Handwerkskunst und Qualität, die Wien seit Jahrhunderten prägt. Unser zweiter Standort in der Lindengasse 25/2, im siebten Bezirk, verbindet uns mit dem kreativeren, jüngeren Wien — dem Neubau-Viertel mit seinen Galerien, unabhängigen Geschäften und Kaffeebars.
Wien ist auch der Ort, an dem wir unsere andine Handwerkskunst einem breiteren Publikum zeigen. Bei CREAM Vienna — einem kuratierten Event für zeitgenössisches Handwerk, Kunst und Kulinarik im Wiener Reaktor — präsentieren wir Stücke, die die Brücke zwischen lateinamerikanischer Luxusmode und europäischer Ästhetik sichtbar machen. Die handgefärbten Natural-Dye-Hemden und T-Shirts aus Pima-Baumwolle verkörpern das, wofür Chirimoya steht: Kleidung, hinter der eine Geschichte steht. Eine Geschichte aus den Anden, erzählt in Wien.
Kleidung für die Reise
Wir glauben, dass Kleidung mehr ist als das, was sie bedeckt. Dass ein T-Shirt, das sich nach dem hundertsten Waschen noch so anfühlt wie am ersten Tag, eine Form von Respekt ist — gegenüber den Materialien, den Menschen, die es gefertigt haben, und gegenüber Ihnen, die es tragen.
Nachhaltigkeit bedeutet für uns nicht ein Label auf dem Etikett. Es bedeutet, Kleidung zu schaffen, die ein Leben lang hält, ohne an Anziehungskraft zu verlieren. Es bedeutet, Materialien zu wählen, die von Natur aus langlebig sind, und sie mit einer Sorgfalt zu verarbeiten, die man spürt, wenn man den Stoff zwischen den Fingern dreht.
Unser Ziel ist es, eine Verbindung zu schaffen — zwischen der Kleidung auf Ihrer Haut und den Erinnerungen, die Sie während des Tragens sammeln. Zwischen den Küstentälern Perus und Ihrem Alltag in Wien. Zwischen dem, was war, und dem, was kommt.
For the journey.
Häufig gestellte Fragen
Chirimoya bezieht seine peruanische Pima-Baumwolle aus den nördlichen Küstentälern Perus, insbesondere den Regionen Piura und Chira. Dort herrschen ideale klimatische Bedingungen für den Anbau dieser extralangen Faser. Die Baumwolle wird von Hand geerntet, was die Reinheit und Qualität der Faser bewahrt und lokale Gemeinschaften in Peru unterstützt.
Die Natural-Dye-Stücke von Chirimoya werden von Kunsthandwerkern aus dem Amazonasgebiet von Hand gefärbt. Dabei kommen natürliche Pigmente aus Pflanzen, Erden und Rinden zum Einsatz — Techniken, die seit Generationen weitergegeben werden. Jedes Stück ist ein Unikat mit individuellen Farbnuancen, die durch den natürlichen Färbeprozess entstehen.
Das Designstudio von Chirimoya befindet sich in Ibagué, der Hauptstadt des Departements Tolima in Kolumbien. Die Stadt hat eine lange Tradition in der Textilproduktion und liegt in der kolumbianischen Andenregion. Hier arbeitet ein kleines Team daran, die besonderen Eigenschaften von Pima-Baumwolle und Alpakawolle in zeitloses Design zu übersetzen — eine Verbindung von andiner Handwerkskunst und modernem Design.
Chirimoya hat zwei Standorte in Wien: Die Boutique am Kohlmarkt 10 im ersten Bezirk und den Standort in der Lindengasse 25/2 im siebten Bezirk. Darüber hinaus ist Chirimoya regelmäßig bei CREAM Vienna vertreten, einem kuratierten Event für zeitgenössisches Handwerk im Reaktor Wien. Die gesamte Kollektion ist auch online auf chirimoya.com erhältlich.
Chirimoya ist nach der gleichnamigen Andenfrucht benannt, die Mark Twain als „die köstlichste Frucht, die der Mensch kennt" beschrieb. Der Name steht für das, was die Marke verkörpert: einen sinnlichen Genuss, der beim ersten Berühren überzeugt — natürlich, andinen Ursprungs und unverwechselbar im Charakter. Die Frucht begegnete den Gründern auf den Obstkarren während ihrer Reisen durch die Andenregion.
Peruanische Mode und lateinamerikanische Luxusmode zeichnen sich durch eine tiefe Verbindung zu natürlichen Materialien und handwerklichen Traditionen aus. Fasern wie Pima-Baumwolle und Alpakawolle werden seit Jahrhunderten in den Anden kultiviert. Chirimoya verbindet diese südamerikanische Handwerkstradition mit europäischer Ästhetik — andine Textilien, gefertigt in Kolumbien, getragen in Wien.
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